Mecklenburg-Vorpommern geht in der Digitalpolitik in die Offensive und setzt auf Eigenständigkeit. Wie das Finanz- und Digitalisierungsministerium bekannt gab, trennt sich das Land schrittweise von der Software großer Tech-Konzerne wie Microsoft. Stattdessen wird eine landesweite Plattform auf Open-Source-Basis aufgebaut. Dabei gehe es nicht nur darum, die digitale Souveränität zu erlangen, sondern auch mittel- und langfristig Geld einzusparen, sagte Finanzminister Heiko Geue (SPD).

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Im Zentrum der neuen Strategie steht die Einführung der in Deutschland entwickelten quelloffenen Online-Plattform Nextcloud

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Mittelfristig ist das Projekt viel größer angelegt: Über 50.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im öffentlichen Dienst – von den Ministerien bis hin zu den kommunalen Einrichtungen – sollen künftig mit dem System arbeiten.

  • lichtmetzger@discuss.tchncs.deOP
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    16
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    2 days ago

    Es sei nicht geplant, die in der Verwaltung eingesetzten Windows-PCs kurzfristig durch Rechner mit dem offenen Betriebssystem Linux zu ersetzen. Dies habe derzeit noch keine Priorität, betont Anschütz.

    Mich würde mal interessieren, wieso man gerade dort eine Ausnahme macht.

    • macniel@feddit.org
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      13
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      2 days ago

      Ich hoffe einfach, dass die Verwaltung das in Wellen macht. Erstmal schauen wie die Produktivität sich verändert wenn auf Nextcloud umgestellt wird, dann offene Office Produkte, dann Linux.

      Denn es ist ja so, nur weil etwas keine Prio hat, bedeutet es nicht, dass es nicht gemacht wird.

    • JoKi@feddit.org
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      11
      ·
      2 days ago

      Möglicherweise wegen der Fachanwendungen, die waren bei Münchens Versuch auf Linux umzusteigen eine große Hürde. Da werden mitunter Lösungen genutzt, die nicht so einfach auf ein anderes OS migriert werden können.

      • Pechente@feddit.org
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        7
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        2 days ago

        Jap, ich habe mal in der IT eines großen Unternehmens gearbeitet und da gab es zusammengehackte Anwendungen, die nur unter einer ganz bestimmten Java Version richtig liefen. Da kann man sich vorstellen wie schwierig es wäre das gesamte OS zu wechseln.

          • lebkuchen@feddit.org
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            8 hours ago

            Das ist der selling point, mit dem dir das verkauft wird. Wirklich gut funktionieren in der Praxis ist dann ein anderes Thema

    • Sibbo@sopuli.xyz
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      10
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      2 days ago

      Hat vielleicht finanzielle Gründe? Vielleicht ist nextcloud ja ein klarer Kostenvorteil, während Umschulung von allem Personal auf Linux Desktop plus Supportverträge teurer geschätzt wird als weiter Microsoft zu bezahlen.

      Oder die Bosse haben Angst die Arbeitsmoral all ihrer Mitarbeiter auf einmal zu zerstören. Wenn im Betrieb die Stimmung eher negativ Gegenüber Linux ist, dann ist das vielleicht erstmal die bessere Alternative. Dann besser langsam eins nach dem anderen umstellen, als alles auf einmal. Das minimiert Reibung.

      Oder vielleicht hat auch die CIA Interesse an der Überwachung von Deutschland, und das geht eben über Microsoftprodukte am einfachsten. Wer weiß.

      • HieroProtagonist@lemmy.ml
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        2 days ago

        Hat vielleicht finanzielle Gründe? Vielleicht ist nextcloud ja ein klarer Kostenvorteil, während Umschulung von allem Personal auf Linux Desktop plus Supportverträge teurer geschätzt wird als weiter Microsoft zu bezahlen.

        Genau das wird es sein. Die Umstellung der Office und Cloud Lösung bringt direkt einen messbaren Vorteil - Einsparungen. Die Umstellung der PC Flotte auf ein komplett anderes Betriebssystem inkl. Support, Mitarbeiterschulung etc. bringt außer dem wohligen Gedanken jetzt komplett auf freier Software unterwegs zu sein erstmal recht wenig.